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Besuch in Irland - Es geht hoch hinaus!

Es ist wieder mal so weit: Wir erwarten Besuch. Unsere Tochter Isabell kommt mit ihrer Studienkollegin Sandra zu uns in unsere neue Heimat. Es ist aufregend, denn auch wenn Isabell Irland schon achtmal besucht hat, war sie doch noch nie so weit im „Norden“ gewesen. Und für Sandra war es gar ihr erster Flug. Die Abholung in Dublin klappte problemlos. Und da es in dieser Woche gerade Semesterferien gab, blieb uns sogar mehr Zeit als erwartet, um unseren Gästen unser Irland zu zeigen und dabei sogar neue Plätze mit ihnen zu entdecken.

Unsere Rückreise von Dublin führt uns gleich mal zum „Hill of Tara“, wobei wir nicht nur die wunderbare Kulturlandschaft genießen, sondern auch Bekannte aus früheren Reisen wiedertreffen.

Am nächsten Tag erwandern sich Isabell und Sandra die nähere Umgebung auf eigene Faust, denn noch haben wir zu arbeiten bzw. eine Menge an organisatorischen Dingen zu erledigen. Von Mittwoch an gibt es aber ein dichtes Programm mit Tanz, Musik, Ausflügen und sogar einem Galopp am Strand.

Unsere Ziele für die kommenden Tage waren der Lough Key Forrest Park mit seinen wunderbaren Baumgiganten, unser geliebter Fossil Beach in Sligo und – als Neuentdeckung auch für uns – sehen wir das Naturphänomen des „Devil‘s Chimney“, ein Wasserfall, der bei der richtigen Windrichtung und -stärke nie am Boden ankommen kann, weil sein Wasser gleich einem Perpetuum Mobile zurück auf den Berg geblasen wird. Ein wunderbarer mystisch-verzauberter Weg führt hinauf bis unmittelbar vor das Naturspektakel.

Ein paar freie Tage von Christina erlauben es uns, auch noch den Knocknarea bei Strandhill zu besteigen, jenen sagenumwobenen Berg mit dem Grabhügel von Queen Meave, der legendären Kriegerkönigin Irlands. Der Platz ist nicht nur archäologisch besonders, er bietet bei gutem Wetter auch erstaunliche Blicke auf die Küstenlandschaft der Sligo Bay. Wir haben das Glück, dass unsere Wettergöttin wunderbare Farbenspiele zulässt und so dieses Erlebnis noch einmal besonders werden lässt. Der Weg auf dem Gipfel dauert gerade mal eine knappe Stunde und ist bei mildem Wind für fast jede Wanderstärke erreichbar.  

Dies war ein weiterer Ort, den wir auf unserer Liste hatten und nun endlich besuchen konnten. Auf der To-Do-Liste unserer Tochter Isabell stand aber ein ganz anderes Erlebnis: Sie wünschte sich einen Ausritt auf einem Strand mit Galopp und allem was dazu gehört… Es war besonders schön, dies mit ihr teilen zu dürfen. Die „Island View Riding Stables“, ein netter Reitstall in Grange, Co. Sligo wird dort von einer deutschen Familie geführt. Dass unsere beiden Pferdewissenschaftlerinnen Isabell und Sandra dort auf Kolleginnen aus Berlin stoßen sollten, trug nur zur weiteren Erheiterung bei.

Vierzehn Tage in einen kleinen Blog zu bringen ist nicht einfach. Sonnenuntergänge am Strand, Wasserfälle, ein Belohnungs-Eis in „Mammy Johnston's“ in Strandhill (laut jüngster Auszeichnung das beste Eis in Irland) und sogar eine Besteigung unseres Hausberges „Slieve Anierin“ wären alle einen eigenen Eintrag wert.

Die Gipfelbesteigung des „Slieve Anierin“ (500 Meter hoch) war aber doch eine ganz besondere Sache, der ich hier noch ein paar Zeilen widmen möchte. In Begleitung von Máirtín fuhren wir die „long and winding road“ hinauf zum Parkplatz am Fuße der Eingänge zu den ehemaligen Bergbau-Minen. Von dort kletterten wir unseren Weg hinauf und bewunderten und bewanderten nicht nur das ursprüngliche Bog Land und seine weiß-bewollten Bewohner, sondern konnten auch Einblicke in alte Minenschächte werfen. Es war ein weiterer aufregender Tag mit vielen Eindrücken.

Gipfelerlebnisse am Slieve Anierin:


Der frühe irische Frühling tat sein Bestes, um diese Tage besonders werden zu lassen. Dass wir im Lough Key Forest Park ganz nebenbei auch noch Bärlauch finden konnten, war einer von vielen Bonüssen (oder doch lieber: Boni?), die wir gemeinsam erleben durften.

Mammutbäume und Bärlauch im Lough Key Forest Park:


Ein Wort noch zur Musik. Mit großem Stolz können wir verkünden, dass sich unsere beiden Gäste auch in irischen Sessions versucht haben und dort ihre ersten Tunes zum Besten geben konnten – sehr zur Freude der anwesenden Musiker und Gäste. Und auch beim Tanzen haben die Beiden nicht nur zugesehen, sondern recht aktiv und geschickt mitgemacht! Von unserer Tanzgruppe auch hierfür vielen Dank.

Impressionen vom Fossil Beach, den Fairy Bridges in Bundoran und im Sonnenuntergang in Strandhill:

Die zwei Wochen sind wie im Nu verflogen und es gäbe noch so viel zu erzählen. Für jetzt ist es aber mal genug. Saint Patrick‘s Day steht vor der Tür und wir sind ganz nebenbei in Fenagh‘s „Tidy Towns“ Gruppe gelandet. Was das für uns heißen mag, erzählen wir euch wohl das nächste Mal, wenn wir hier in Irland unser zweites Saint Patrick‘s Day Weekend erleben werden.


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