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Der Maien ist kommen, der Sommer ist da...

Jeder Besuch gibt Anlass, neue Dinge zu sehen und Orte besuchen, die schon lange auf unserer Liste stehen. Einer dieser Orte ist Newgrange. Neben Tara, Rathcroghan und Uisneach war es ein weiterer Mosaikstein im Rahmen unserer Suche nach den Ursprüngen der Keltisch/Gälischen Kultur. Dank Máirtín und Madeleine, die uns zu Weihnachten einen Jahresgutschein zur Besichtigung alter irischer Kulturstätten geschenkt hatten, entschieden wir uns, auf dem Heimweg vom Flughafen, nach dem Abschied von Wolfgang und Susanna, auf den Weg nach Newgrange zu machen und die Geheimnisse dieses weltbekannten, neolithischen Kultbauwerks zu erkunden.

Newgrange ist immer eine Reise wert. Und da die Hauptreisezeit erst mit Mai so richtig los geht, waren jetzt zu Ostern auch die Reisebusse noch in überschaubarer Anzahl. Da ein direkter Zugang zu der Anlage nicht möglich ist, werden die Führungen über das Visitor Centre geregelt und die Besucher per Shuttlebus zur Anlage gebracht. Wir hatten Glück und es kostete uns kaum 10 Minuten Wartezeit, um in einem der Busse zu sitzen und die Anlage besuchen zu können. Dazu buchten wir auch gleich die Besichtigung der zweite Anlage in Knowth - alles in einer Tour. Leider hatten wir unsere Kameras zu Hause vergessen und die Handys hatten kaum noch Akku...

Newgrange war schlichtweg beeindruckend. Mehr noch, es war inspirierend und die ungelüfteten Geheimnisse um diese Anlage luden dazu ein, eigene Gedanken hinsichtlich der Bedeutung und Nutzung dieses historischen Denkmals anzustellen. Der Höhepunkt war natürlich das "Eintauchen" in den schmalen, langen Gang hinein zu der Kammer im dunklen Inneren, die, wie uns berichtet wurde, ausscließlich an den Tagen um den 21. Dezember von den ersten Sonnenstrahlen bei Sonnenaufgang kurz erleuchtet wird. Bis heute hat sich an der wunderbaren Erscheinung nichts geändert: mit dem 21. Dezember ist die längste Nacht  vorüber und Licht kommt zurück in die Welt. Welche eine geniale und tief ergreifende Einsicht!

Knowth war überraschender Weise noch einmal eine Steigerung der Erfahrung von Newgrange, denn dort sind die berühmten neolithischen Gravuren auf nahezu jedem Stein zu finden. Die Symbolik des Platzes ist einzigartig und viele Gedanken über die Bedeutung und Nutzung dieser Kultstätte fliegen auch hier durch unsere Gedanken.

Dass wir an diesem Tag auch noch den sagenumwobenen Hill of Slane besuchten und damit eine weitere Stätte erkundeten, deren Ursprünge mit Tara und Newgrange verbunden waren, machte diesen Tagesausflug zu einem unglaublich intensiven Erlebnis. Jeder dieser Orte bräuchte mehrere Tage an Exploration, um all die Details, all die Geheimnisse zu entschlüsseln, die in ihnen liegen. Aber dazu bleibt uns ja hoffentlich noch genug Zeit.

So leben wir uns immer mehr ein in unserem neuen Zuhause. Neben Arbeiten und administrativen Kleinigkeiten haben wir uns auch schon in das Wählerregister eintragen lassen und dürfen somit an der kommenden EU-Wahl teilnehmen. Zum 1. Mai, an dem hierzulande der Sommerbeginn "Bealtane" gefeiert wird, wurden wir von Dickie, einer Tanzkollegin, zum Haus-Céilí, einem annuales Tanz-Event bei Dickie zu Hause, eingeladen. Wir tragen dort in der Doppelfunktion als Tänzer und Musiker auf und erlebten dort in unserer fröhlichen Tanzgemeinschaft einen großartigen ersten Mai!

Und ganz nebenbei entwickelte sich das erste Maiwochenende zum Sessionwochenende. Wir spielten gleich dreimal mit unseren Freunden, der Reynolds-Family, auf: In Fenagh durften wir die Saisoneröffnung im Visitor Centre musikalisch mitgestalten, am Castlefore-Lake wurde mit Musik und Barbecue am See bei herrlich warmem Sonnenschein der Sommer begrüßt und abschließend gabs die wöchentliche Sonntagssession in Shortt's Pub in Ballinamore. Eine ereignisreiche Zeit! Dass uns dabei sogar noch Zeit blieb, mit Máirtín und seinem Boot ein paar Runden zu drehen ist eigentlich eine Sensation. Haben wir doch auch noch so viel im Garten zu tun! Und ganz nebenbei ist unser Golfplatz gerade in sommerlichem Vollbetrieb. Alles zusammengenommen wieder einmal viel zu viel für ein kurzes Blog-Update...

Nur kurz zu den Bootsfahrten. Durch den Yellow River von Ballinamore und das angelegte Kanalsystem kommt man mit dem Boot hinunter bis zum Unterlauf des Shannon und hinauf bis zur Küste von Donegal. Ein ausgeklügeltes System an Locks (Schleusen), welche man per Pre-Pay-Karte und einfacher Schaltanlage selbst bedienen kann, lässt jede Steigung und jedes Gefälle leicht überwinden. Das Befahren, Öffnen und Schließen der Locks ist ein Abenteuer für sich, doch wir lernen schnell und übernehmen mehr und mehr Handgriffe rund ums Anlegen und Bedienen der Schleuseneinheiten. Die Übergänge zwischen Kanal und den damit verbundenen Seen sind magische Plätze inmitten malerischer Landschaften und reicher Fauna und Flora. So treffen wir hier auch immer wieder Eisvögel an. Die lieben es nämlich, vor den Booten im Kanal herzufliegen, da das herannahende Boot die Insekten aufscheucht, was die Fische an die Wasseroberfläche lockt, was wiederum die Eisvögel erfreut...

Zu Hause haben die jungen Katzenkinder die Regentschaft übernommen und erfreuen sich unserer regen Aufmerksamkeit. Der/die eine oder andere Katzenfreund/in unter euch wird vielleicht nachvollziehen können, welche Freude es uns bereitet, das Wunder neuen Lebens mit unseren entzückenden Schützlingen so hautnah miterleben zu dürfen.

Neues aus dem Katzen-Nest:

Jetzt sind es knapp drei Wochen seit meine Kleinen geschlüpft sind. Ich mache meine ersten Ausflüge in die Umgebung. Einmal hab ich auch wieder auf einen kleinen Flirt mit dem Nachbarskater eingelassen - man braucht ja schließlich auch mal wieder ne Abwechslung. Das hat zu einiger Aufregung bei meiner Menschenfamilie geführt. Ihre Reaktion war etwas übertrieben, aber da die Kleinen ja noch so jung waren, verzeih ich ihnen die Zufütterung. Naja, vielleicht hätte ich nicht gleich 24 Stunden wegbleiben sollen - und die Fellspuren hinter dem Haus waren möglicherweise etwas irreführend…

Ich bin jedenfalls guter Dinge, dass die Drei eine gute Kinderstube gefunden haben und sich entsprechend entwickeln. Sie haben jetzt alle schon ihre Augen offen und gucken neugierig in die Welt. Die ganze Trinkerei macht mich allerdings sehr müde und ich kanns kaum erwarten, dass die Kleinen beginnen, auch festes Essen zu sich nehmen. Einstweilen fühle ich aber von meinen Menschen mit dem Nötigsten gut versorgt und meine Kleinen sicher und behütet.

Wollt ihr mal sehen, wie die Kleinen jetzt aussehen?



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