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Sommer auf der Grünen Insel

Der Sommer ist da und es ist rundum viel los. Und wenn wir zu Hause sind, ist auch da viel los – dafür sorgen schon unsere drei süßen kleinen Katzenkinder… So kommen wir kaum noch mit dem Schreiben nach, doch hier nun das versprochene Update.

Der Mai brachte uns gleich zwei Besuche, die uns wieder einmal zeigten, in welch einer wundervollen Gegend wir gelandet sind:

Nicht ganz zufällig haben Christinas Cousine Susanne und ihr Mann Andi als diesjähriges Urlaubsziel Irland ausgewählt. Wie schön ließ sich da ein Besuch bei uns verbinden! Diesmal rückte die eindrucksvoll-farbenprächtige Rhododendron-Blüte ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Hierzulande wächst der Rhododendron nicht in Gärten, sondern einfach überall - wie Unkraut, weil er das irische Klima und den sauren Boden liebt. So war unser erstes Ausflugsziel der Lough Key Forest, in dem der Rhododendron besonders farbenprächtig blühte. Dann boten sich natürlich ein Ausflug an den Strand von Bundoran mit den Fairy Bridges und dem Wishing Chair und leckeres Eis von Mammy Johnston’s in Strandhill an. Weitere Besonderheiten waren eine Runde Pitch and Put in Sligo sowie ein Delfin-Ballett vor den Felsen unseres Fossil Beaches. Pitch und Put ist übrigens (zur Erklärung für den vom Golfsport noch unberührten Leser) eine einfachere Spielart des großen Rasensportes, bei dem mit einem Pitcher (einem kurzen Schläger für die Entfernung) und einem Putter (ein „Rollschläger“, wie wir ihn alle vom Minigolf kennen) ein Platz mit bis zu 18 Löchern bewältigt wird. Für den ungeübten Golf-Starter bedeutet, dass man seine ersten Luftschläge und Divots (aus dem Gras herausgeschlagene Rasenteile) unter einfacheren Bedingungen erproben kann. Der geübte Golfer sollte hier nur 3 Schläge pro Loch brauchen, was aber unter Umständen eine gar nicht so leichte Aufgabe darstellt. Unsere beiden Besucher hatten jedenfalls viel Spaß bei der Bewältigung ihrer ersten 9 Löcher, besonders als der eine oder andere Überraschungsschlag gelang!


Baden im Rhododendron-Blüten-Meer...

Die folgende Woche war bereits mit Vorbereitungen für unsere erste buchende Reisegruppe durchzogen. Organisatorisches mit dem Busunternehmen und dem Jugendhostel sowie Lebensmittel einkaufen für die Selbstversorger-Küche - das alles wollte gut vorbereitet und noch mal fein-getuned werden. Und dann war auch schon Freitag und unsere Gruppe 14-jähriger Waldorfschüler erreichte müde und doch glücklich ihr Reiseziel an den Ufern des Lough Allen.
Das Allen Centre Hostel bot die Basis für eine ganze Reihe an Ausflügen und Abenteuern. Das Besondere für unsere jungen Gäste war aber neben der doch ganz anders anmutenden Landschaft sicherlich die Begegnung mit unseren indigenen Freunden. Nach einem Ausflug in die mystische Welt der Dolmen und Steinkreise wurde der erste Abend wurde zu einem Highlight in Sachen lebendiger irischer Kultur: Nachdem unser guter Freund Máirtín eine kurze Einführung gegeben hatte, war der Fokus unserer Gruppe ganz bei Gráinne und Eoin, die beide etwa gleich alt waren wie unsere Gäste und mit ihrem hervorragenden musikalischen und tänzerischen Können beeindruckten und schließlich auch noch  eine Einführung in Hurling und Gaelic Football gaben. Man hatte soviel gemeinsamen Spaß, dass sich unsere Schülergruppe gleich auch noch für die kommenden Abende mit unseren beiden jungen irischen Freunden verabredeten und Freundschaften knüpften!
Aber auch Máirtíns einführenden Worte hatten ihren Nachhall. So waren alle Sinne aktiviert, als wir unsere Ausflüge durch Cavan, Donegal, Sligo und Leitrim machten. Trotz des sehr durchwachsenen Wetters schafften wir es am letzten Tag sogar noch auf den Gipfel des Knocknarea als auch zum Strand in Strandhill zu gelangen – in einer einzigartigen Mischung aus Wind, Spray-Regen, Salz und Gischt, Sichtungen von Seehunden und vielem Meer (oh, sorry) mehr. Und dann gab es auch noch Boxty, das hiesige Spezialgericht, plus Rezept zum Nachkochen…

Die Reise war so schnell vorüber und es hätte noch so viel zu erobern, zu sehen und auszuprobieren gegeben.
Nur wenige Tage, nachdem die Österreicher abgereist waren, war Niko auch schon wieder eingeteilt um einer Gruppe jungen Amerikaner gemeinsam mit Máirtín eine Einführung in die irische Musik zu geben. Grainne und Eoin „joined the bunch“, was so viel heißt wie, die Gruppe war fast wieder zusammen.
Intensive Tage folgten und Nikos Geburtstag wollte auch gefeiert werden. Den verbrachte er übrigens in einem „Sea-Weed Bath“ in Bundoran. Bei gut und gerne 45 Grad Wassertemperatur kochte er dabei in einer Algensuppe dahin. Noch ein paar Kräuter dazu und fertig ist der „Irish Stew“...

Die große Neuigkeit dieser letzten Wochen ist aber sicherlich, dass wir nun stolze Fahrer eines irischen Autos geworden sind. Ein blauer Vauxhall (Opel) Meriva parkt gerade vor dem Haus und bestärkt unsere Pläne, noch länger in diesem wundervollen Land zu verweilen.

Auto
Unser irisches Auto!

Und dann kam der 21. Juni, der längste Tag des Jahres. Auf den hatten wir uns schon lange gefreut. Das Wetter war bilderbuchmäßig schön und so beschlossen wir, den Sonnwend-Abend mit Sonnenuntergang an unserem geliebten Fossil Beach zu verbringen. Nach einem unglaublich farbenfreudigen Sonnenuntergang in einem Farbenspiel von Zartrosa über Violett bis Leuchtorange versank die Sonne schließlich um 22:07 am fernen Horizont mitten im Ozean. Die Dämmerung dauert in den Mittsommerlichen Wochen recht lang - fast bis Mitternacht. Es wird gar nicht richtig dunkel und dann beginnt um 02:00 schon wieder die Morgendämmerung. Wir erleben und genießen auch diese neue Erfahrung mit allen Sinnen...


Sommersonnenwend-Sonnenuntergang

 

Neues aus der Katzenperspektive:

"Mutter sein ist schwere Arbeit. Ich bin froh, das die kleinen nun immer selbständiger werden. Jetzt fressen sie mir sogar schon ab und zu das Essen weg! Aber ich kann ihnen nicht böse sein. Turlough ist wohl doch ein Mädchen, aber wir wollen ihr noch keine Rollenklischees aufzwingen. Das Klo-gehen ist noch in Übung, aber sagen wir, wir sind zwei Drittel des Weges. Glücklicherweise gibt es in diesem Haus ein paar Feen, die schnell alle Spuren beseitigen. 
Ansonsten gibt es immer wieder neue Abenteuer zu bestehen und meine Kleinen werden leider ein wenig verwöhnt. Spielzeug und andere Dinge finden immer wieder den Weg in die Wohnstube. Aber bald sind die Kleinen auch draußen so weit selbständig, dass all dies keine weitere Rolle spielen sollte. Alles in Allem weiß ich sie und mich bestens beschützt!"


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