HOME :: KONTAKT

 

Jahrestag!

Unglaublich, aber wahr: Mit 1. Oktober 2019 sind wir nun schon ein ganzes Jahr in Irland! Damit geht ein langgehegter Wunsch von uns in Erfüllung, einmal einen vollen Jahreslauf in Irland zu erleben. Und dieses Jahr ist in seiner ganzen Fülle unglaublich schnell vergangen!

Vor 365 Tagen lag gerade eine Schiffsreise hinter uns und ein aufregendes Abenteuer hat seinen Ausgang genommen. Wir freuten uns damals, mit unseren sieben Sachen an diesen Ort zu kommen, den wir als neue Heimat ausgesucht hatten. Vieles ist damals einfach erschienen, anderes lag in weiter Ferne, wieder anderes hatte sich so schön gefügt und viele aufregende Abenteuer lagen vor uns. Wir haben so viel mehr gelernt als wir es noch vor einem Jahr für möglich gehalten hatten. Irland hat uns nicht abgeschüttelt, aber es hat uns vor neue Aufgaben gestellt, an denen wir lernen und uns weiterentwickeln dürfen.

Seit unserem letzten Blog-Eintrag ist nun schon ein bisschen Zeit vergangen – dazwischen liegen ein sehr intensiver Sommer, Christinas neue Arbeitsstelle, Nikos Ausbildungs-Einstieg und entsprechend wenig Zeit für den PC. Aber eins nach dem anderen.

Lebendiger Sommer mit vielen Besuchern

Der Sommer war sehr intensiv und lebendig mit vielen Besuchen. Anfang Juli kam Christinas ehemalige Kollegin Andrea mit ihren Kindern Nevio, Enya und Mutter Gabi für 10 Tage. Wir machten viele schöne gemeinsame Ausflüge in der näheren Umgebung und natürlich ans Meer! Besondere Highlights waren, gemeinsam mit Nevio unser Lied für die Seehunde zu spielen, welche tatsächlich lauschten, und dass Nevio und Enya mit ihren hier erstandenen irischen Flöten bei unseren Jugend-Sessions mitmachten und unglaubliche Freude daran hatten. Nevio war übrigens einer von Christinas Schülern in der Villacher Waldorfschule gewesen und hatte dort mit ihr Flöte gelernt.

Mitte Juli kam dann Franz, unser lieber Irish Music Freund aus Villach, mit seiner Harfe, denn wir wollten wie schon im Vorjahr auch heuer wieder gemeinsam das große Musikfestival in Drumshanbo erleben! Vormittags Musik- und Tanzkurse, nachmittags zu Hause was Leckeres kochen, Katzen streicheln und ein bisschen ausruhen und dann schnell wieder rein ins Festival-Abendprogramm mit Musik-Sessions, Konzerten und Tanz-Events. Es war diesmal ganz anders, zählen wir doch nun zu den Einheimischen und treffen überall Bekannte und Freunde. Es ist schön, einfach dazuzugehören.
Die Drumshanbo-Festival-Woche ging dann gleich nahtlos über in die Harfen-Woche im Nachbarort Keadue. Zwei Wochen Musik und Tanz intensiv! Christina nennt es „Irish Culture SPA – Wellness für Freaks“…

Mitte August hatte unsere brasilianische Freundin Luciana dann auch noch eine Zeit lang bei uns gewohnt, bevor sie wieder zu ihrer Familie nach London zurückflog. Dann kam überraschender Weise noch Sabine, eine Freundin und ehemalige Arbeitskollegin von Christina, mit ihrem Lebensgefährten zu Besuch. Sie hat selbst ein kleines Häuschen in Irland und schaute eben mal kurz vorbei! Wir verbrachten einen wunderschönen Tag miteinander und tauschten uns herzlich über unsere irischen Erfahrungen aus.

Und zum Ausklang des Sommers kam dann noch unser Sohn Valentin. Er hatte diesmal nur ein Hinflug-Ticket benötigt, wollte er doch mit dem Auto zurück nach Österreich fahren... Welch Überraschung, dass er inzwischen einen Golf-Kurs gemacht hatte und sich auf ein paar schöne irische Golfrunden mit uns freute! Nach einer wunderschönen gemeinsamen Woche begleiteten wir ihn noch nach Dublin, wo schon die „William Butler Yeats“, der neue Luxusliner der Irish Ferries, auf ihn wartete um ihn mitsamt Auto nach Cherbourg/Frankreich zu bringen. Welch eindrucksvoller Beginn einer aufregenden, dreitägigen Autoreise quer durch Europa! Und er hat sie großartig gemeistert!

Christina hat eine neue Arbeitsstelle im Kindergarten von Fenagh

Nachdem Christinas erste Arbeitsstelle als Karenzvertretung im Kindergarten von Carrigallen mit Ende Juni befristet war, war es ein mehr als glücklicher Zufall, dass in unserem Wohnort Fenagh eine unbefristete Stelle als Kindergärtnerin frei wurde. Christina bewarb sich und wurde tatsächlich auch genommen! Arbeitsbeginn sollte Ende August mit Beginn des neuen Schuljahres sein. Der Kindergarten ist nur 4 km von unserem Haus entfernt, so dass Christina mit dem Fahrrad hinfahren kann – vorbei an drei romantischen kleinen Seen und üppigen Brombeerhecken, die zum Naschen einladen…

Niko hat das große Glückslos gezogen

Wenn es auch mit der Arbeitssuche für Niko nicht ganz so geklappt wie wir uns das gewünscht hätten, hielt Irland eine weitere Überraschung bereit: Niko bekam tatsächlich die Möglichkeit, an einem geförderten Aus- bzw. Weiterbildungsprogramm für Traditionelle Irische Musik und Musik-Management teilzunehmen. Dauer: 2 Jahre. Die Teilnehmer kommen aus ganz Irland, England und sogar aus Europa. Die Förderung umfasst die Kurskosten und dazu ein Wochengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes. Und der Kursort ist ausgerechnet unser Nachbarort Drumshanbo! Was will man mehr?!!

Freundschaftsbande

Auf der Freundesseite müssen wir natürlich auch von unserem nun schon traditionell werdenden Konzert am Castlefore Lake erzählen. Gemeinsam mit Franz und Máirtín sowie der Reynolds-Family haben wir dort für einen unvergesslichen Abend gesorgt. Generell sind wir zu einer Art „Lokalmusikantenteam“ geworden. Ob bei Tidy Towns oder zur Traditional Night des Ballinamore Family Festivals – wir stehen mit unseren Instrumenten bereit und helfen so der Community, die sich dann auch wieder rührend um uns kümmert. Einmal kam ein Nachbar, um uns einen freien Taxidienst anzubieten, wenn wir in der Zeit des Festivals mal „etwas trinken“ gehen wollten…

Ja, wir sind integriert. Wir erleben die Up‘s und Down‘s unserer Freunde mit, und helfen, wo wir können, und auch wir erfahren hilfreiche Unterstützung, wenn wir etwas brauchen. Ebenfalls zugewanderte Nachbarn aus der Schweiz, Brasilien und Deutschland zeigen immer wieder auf, wenn es darum geht, uns hier zu behalten. All denen, die uns auf diesem Weg ihre Unterstützung angeboten haben, hier einen herzlichen Dank!

Und ein dickes Danke auch allen lieben Verwandten und Freunden in Österreich und Deutschland für die vielen Fotos und Updates aus der alten Heimat und all eure lieben Anrufe und Besuche!

 

Neues von Familie „Purr“ (purr [pör] = schnurren)

„Meine drei Kinder wachsen in der Wohngemeinschaft mit meinen Menschen recht behütet auf und werden immer selbständiger. „Purrl“ (gesprochen: [Pörl] wie die englische Perle) ist neulich in ihrem Katzenkinder-Übermut erstmals auf einen hohen Baum geklettert. Das war richtig mutig von ihr. Aber auch ein wenig dumm, denn sie hat nicht mehr von alleine hinunter gefunden. Ich hab versucht, ihr auf halber Höhe entgegen zu klettern, war aber dann selbst ein wenig unsicher da oben. Doch meine Menschen haben unsere Hilferufe gehört waren rasch zur Stelle. Mit Leiter und ermutigenden Stimmen haben sie die Situation entschärft. Purrl wurde aus ihrer misslichen Lage gerettet und schläft nun sanft neben ihrer Schwester Carmel. Willipurr wird offenbar so groß wie sein Papi. Der kommt uns ab und zu am Fenster besuchen, aber seit meiner Operation habe ich keine große Lust mehr, mit ihm auf Streifzug zu gehen. Mit Mäusen und Vögeln kennen sich die Kleinen jetzt auch schon gut aus. Willi entwickelt sich zu einem richtigen Mäuse-Schreck! Carmel liebt es, gleich einem Parrot (Papagei) auf Nikos Schulter zu sitzen. Sie wird deswegen nun auch „Purrot“ genannt (wir haben ja alle unseren Familiennamen Purr irgendwo mit drin und tun unserem Namen auch alle Ehre ;). Das mit den neuen Plätzen für unsere Kleinen hat nicht ganz so geklappt wie die Menschen das gedacht hatten. Aber das macht gar nichts, denn Haus und Garten sind für uns sechse groß genug und wir halten ganz toll zusammen!

Damit ihr wisst, wie wir jetzt alle aussehen, hab ich euch auch ein paar Bilder anhängen lassen. Mau!“

Eure Lady von Eshna-Purr

 

Drei kuschelige Katzenkinder

Unser "Purrot"

Purrl liebt Rosen

Wenn der Teppich abfärbt...

 

 


HOME :: KONTAKT